Gemeindeleben in der Corona-Zeit

Aufgrund der aktuellen Covid-19-Krise ist wie überall auch bei uns in unserer Kirchengemeinde vieles anders.

Seit dem 10. Mai dürfen nun Gottesdienste in den Kirchen und Gemeindehäusern unter Auflagen und Hygienemaßnahmen wieder stattfinden.
Auch Taufgottesdienste dürfen nun als separate Gottesdienste wieder gefeiert werden.

Wir haben uns als Kirchengemeinderat getroffen und uns beraten, wie wir als Kirchengemeinde mit den Lockerungen umgehen wollen:

Seit dem 17.5. haben wir ein Wechselmodell:

Wöchentlicher Wechsel zwischen Präsenzgottesdienst und onlineGottesdienst 

 

Beide Modelle sind defizitär. Bei beiden Modellen fehlt uns etwas und beide Modelle bieten Chancen, die wir gerne nutzen und anbieten wollen.

Im Gottesdienst in der Kirche oder im Gemeindehaus müssen strenge Hygieneregeln eingehalten werden. Das ist herausfordernd für alle und ist nicht ein Zurückkehren zur „Normalität“, sondern ein miteinanderGottesdienst feiern, ohne die Gemeinschaft wirklich erleben zu können durch gemeinsames Singen, durch Nähe, durch einen Handschlag an der Tür, oder durch das Abendmahl. Dennoch ist Begegnung da, man sieht sich und der Kirchenraum ist da, der einem Halt und Sicherheit gibt, und für manche ein Stück Heimat ist. Außerdem haben nicht alle Gemeindeglieder Zugang zum Internet und konnten so über viele Wochen evtl. gar keinen Gottesdienst feiern.

Und deswegen wollen wir nicht auf diese Form verzichten.
und so wollen wir die nächsten Wochen versuchen, beide Modelle nebeneinander laufen zu lassen, und prüfen, was zu uns auch in Zukunft passt.

 

In den letzten Wochen haben wir erfahren, dass onlineGottesdienste ganz neue Möglichkeiten und Chancen bieten. Zwar ist man nicht körperlich mit anderen Menschen aus der Gemeinde zusammen in einem Raum, außer man feiert den Gottesdienst mit seiner Familie im eigenen Wohnzimmer, aber man kann sich Zeit und Raum ganz frei einteilen, je nachdem, wie es zum eigenen Lebensrhythmus gerade passt. Sei es Sonntag morgens am Frühstückstisch, oder auf der Radtour bei einer Pause, oder abends, wenn man schon im Bett liegt. Oder an einem ganz anderen Wochentag, je nach Person ganz verschieden. Wenn man Kinder hat, die einmal Aufmerksamkeit brauchen, ist es möglich, einfach kurz auf Pause zu drücken und den Gottesdienst zu unterbrechen, ohne aus dem Raum hinaus zu müssen und damit etwas zu verpassen. Außerdem sind online Gottesdienste niederschwelliger besonders für Menschen, die sich nie über die Schwelle einer Kirche trauen würden. Man kann mal rein klicken, schauen, ob es einem taugt, und im Zweifelsfall auch einfach schnell wieder gehen. 

#anderskirchedenken

 

Auf unserer Homepage haben wir in den letzten Wochen viele Ideen für die Corona-Zeit miteinander entwickelt. 

Wenn du mehr wissen willst, dann klicke hier

Wir aktualisieren unsere Homepage regelmäßig
und immer wieder fällt uns etwas Neues ein,
wie unser Gemeindeleben auch gerade in dieser besonderen Zeit
gestaltet werden kann. 

Anders Kirche denken eben.

 

Wir wünschen dir einen guten Tag,
Deine Pfarrers

(v.l.) Theo Mielitz, Anne Mielitz und Julia Kaiser