Wasser marsch - herrlich erfrischend“,

so lautete das Motto der zweiten ökumenischen Baggerseeandacht am 24. Juli 2019. Und so war es auch: Herrlich erfrischend mit viel Wassereinsatz bei der hochsommerlichen Hitze.

Über 200 Menschen - jung und alt - versammelten sich am frühen Abend bei den Grillstellen des Ertinger Baggersees vor einer kleinen mobilen Kapelle. Bruno Hafner hatte diese vor etwa drei Jahren mit seiner Firmgruppe gebaut. Seither ist sie immer wieder im Einsatz und rollt für ganz verschiedene Gottesdienste durch Oberschwaben.

Musikalisch auf hohem Niveau wurde die Andacht von der Ertinger Jugendkapelle unter der Leitung von Jürgen Märkle mitgestaltet. Da machte das Singen Spaß.

Die katholische Gemeindereferentin Andrea Hoffmann und die evangelische Vikarin Julia Kaiser leiteten in heiterer Stimmung mit hochgekrempelten Gewändern durch den Gottesdienst. In spontanen Beiträgen wurde der Satz, „wenn ich an Wasser denke, denke ich an…“ von den Gottesdienstbesuchern vervollständigt. Währenddessen durften Kinder mit einer Kübelspritze der Ertinger Feuerwehr die Wassergedanken „greifbar“ werden lassen.
Im Wechsel sprachen Frauen, Männer und Kinder einen Psalm über den Durst. Eine Wassermeditation verglich das menschliche Leben mit der Entwicklung von der Quelle zum Fluss. Beim Lied „Ins Wasser fällt ein Stein“ bekamen Groß und Klein die Gelegenheit am Seeufer Steine flippen zu lassen. Durstlöscher Nr. 1 war auf die Frage nach dem Lieblingsgetränk mit großer Mehrheit nicht etwa Cola, sondern ganz gewöhnliches Wasser. Kein Wunder bei diesen Temperaturen!
Dass Durst nicht nur körperlich empfunden werden kann, sondern auch seelisch, wurde in einem kurzen Impuls thematisiert. Im Zentrum stand die Frage: „Wonach sehnen Sie sich?“, die von einzelnen Gottesdienstbesuchern mutig und persönlich beantwortetet wurde. 

Am Ende gab es einen großen Segenskreis, wo sich alle gegenseitig Gottes Segen zusprachen und ein Kreuz aus Wasser auf die Stirn malten. Dass dieser Segen genauso viel wert ist, wie von einem Pfarrer zugesprochen, wurde in einer langen Amen-Laolawelle verdeutlicht, die über den ganzen Platz schallte.

Nach einem lauten „Wasser marsch!“ sprangen zum krönenden Abschluss Vikarin Kaiser und Gemeindereferentin Hoffmann in voller Montur gemeinsam in den See. Was für eine Gaudi!
Ein starkes Zeichen für die Ökumene.

Fröhlich ging es nach dem Gottesdienst ans miteinander Grillen. Kühle Getränke standen bereit, dank der Hauptorganisatoren Jonas und Heinz Renz. 

Die Juka ließ es sich nicht nehmen nach dem Gottesdienst im Wasser stehend weitere Lieder zum Besten zu geben. Zusammenfassend kann man sagen: Ein rundum gelungener Abend! 

Wir freuen uns schon aufs nächste Jahr!